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Gefährliche Straßen-Überspülung im Verlauf der L 234 vor Garstedt

Garstedter Feuerwehr musste eingreifen

12.02.2006 / Eckhard-Herbert Arndt
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Das Problem ist da, es ist bekannt, man spricht auch darüber. Doch es bleibt ungelöst. Bis jetzt. Die Situation: Rund 400 Meter vor dem Ortseingangsschild der Gemeinde Garstedt stellt eine Bodensenke im Zuge der Landesstraße 234 (L 234) immer dann eine besondere Gefahr dar, wenn es zu Wetterextremen kommt, etwa zu heftigem Regenfall. Dabei spielt die Jahreszeit keine Rolle. Die heftigen Niederschläge der vergangenen Tage, deren Wassermassen vom hart gefrorenen Boden nicht aufgenommen werden konnten, schufen in besagter kritischer Bodensenke jetzt erneut einen See. Die Folge: Die Fahrbahn wurde zum Teil überflutet, die Garstedter Feuerwehr wurde einmal wieder gerufen, die Polizei erschien und die Betriebsgemeinschaft Straßendienst (bis Ende 2004 Straßenmeisterei Winsen/Luhe) musste ebenfalls anrücken. „Das passiert jedes Jahr ein bis zwei Mal. Und wir sind immer wieder die Gekniffenen“, entrüstete sich ein Garstedter Feuerwehrmann. Um hinzuzusetzen: „Da passiert so lange nichts, bis mal einer deswegen gegen den Baum geknallt ist.“

Eine ganze Kettenreaktion ausgelöst

„Früher“, so erinnern sich alteingesessene Garstedter habe es das Problem im besagten Bereich nicht gegeben. Denn: Es gab so etwas wie einen Straßengraben, und zudem habe die Fahrbahn tiefer gelegen, so dass das Wasser abließen konnte. So die Berichte . Auch der jüngste Fall von Fahrbahnüberspülung löste wieder eine ganze Kettenreaktion aus. Am Dienstagnachmittag ging bei der Polizei in Winsen der Anruf eines besorgten Bürgers ein. Die Ordnungshüter beauftragten den Winsener Straßendienst damit, die Gefährdungsstelle abzusichern, was dieser auch tat. Im weiteren Verlauf des Nachmittags verschlimmerte sich dann die Lage. Erneut rief ein anderer Bürger die Einsatzleitzentrale an. Folge: Die Garstedter Blauröcke mussten ausrücken, um den alt bekannten Brennpunkt zu entschärfen. Rund eineinhalb Stunden verbrachten sie vor Ort, um neben der Absicherung der Gefahrenstelle auch gleich noch den Verkehrsstrom hilfsweise zu lenken. Das wäre normalerweise nicht ihre Aufgabe gewesen, aber sie taten es trotzdem. Erst nach Ablauf dieser Zeit trafen Polizei und der Winsener Straßendienst – dieses Mal als Notdienst – vor Ort ein. Die Straßenwärter ergänzten und verfeinerten die Absicherung. Die Garstedter Wehr rückte wieder ab. Die Kosten für deren Einsatz trägt die Samtgemeinde – also der Steuerzahler - „aber für die Zeit vor Ort bekommen der Einzelne nichts. Ist ja alles Ehrenamt“, so der verschnupfte Brandschützer.

Es gibt eigentliche eine Lösung

Bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, ist das Thema sehr wohl „bekannt“, wie Annette Padberg, stellvertretende Geschäftsleiterin, bestätigte. Mehr noch: Es hat in der Vergangenheit schon Gespräche gegeben, unter anderem mit dem Garstedter Landwirt Andreas Lühr, dessen Felder sich in dem kritischen Bereich befinden. Und es gäbe auch schon so etwas wie ein Planungskonzept. Dass es bislang noch nicht umgesetzt wurde, habe auch daran gelegen, „dass die Frage eines möglichen Grunderwerbs nicht geklärt werden konnte“.

Auch das gehört zu den Fakten: Besagter Landwirt hat schon vor zwei Jahren einen, wie er meint, guten „und obendrein kostengünstigen Vorschlag unterbreitet“. Lühr: „Als vor zwei Jahren eine Entsorgungsleitung unter anderem parallel zur L 234 mit einem sehr modernen Verfahren verlegt wurde, hatte die Baufirma den Vorschlag unterbreitet, eine Art Entwässerungsleitung unter der L234 in dem kritischen Bereich zu verlegen.“ Dank des technischen Verfahrens wäre das eine Sache von wenigen Stunden gewesen. Kosten: rund 2000 Euro. Doch die Lüneburger Behörde hätte abgewunken, so Lühr. Ihr schwebte eine andere Lösung vor. Gehört habe er dann nichts mehr.

Die Berichterstattung im Winsener Anzeiger über den Sachverhalt zeigt Wirkung. Frau Padberg versicherte: „Auch wenn die zur Verfügung stehenden Finanzmittel natürlich begrenzt sind, sehen wir ein, dass etwas in der Sache passieren muss. Und das wird zeitnah erfolgen.


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