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Absage an Güterverkehr durch die Heide

Nach Ortstermin im Landkreis Harburg kommt der Arbeitskreis der Landes-CDU zu eindeutigem Ergebnis. Weder auf der Heidebahn noch via OHE sollen Containerzüge rollen.
21.04.2009 / Qelle: Buchholz(hh)
Kein Ausbau der OHE und kein zweites Gleis für die Heidebahn: Wilfried Geiger (von links), Andrè Wiese, Norbert Böhlke, Hans-Christian Schröder, Joachim Bordt, Michael Grosse-Bröhmer und Heiner Schönecke sind sich einig
Kein Ausbau der OHE und kein zweites Gleis für die Heidebahn: Wilfried Geiger (von links), Andrè Wiese, Norbert Böhlke, Hans-Christian Schröder, Joachim Bordt, Michael Grosse-Bröhmer und Heiner Schönecke sind sich einig

Über welche Strecken sollen die stetig wachsenden Containermengen aus dem Hamburger Hafen abgefahren werden? Weder über die Gleise der OHE noch über die der Heidebahn. Zu diesem eindeutigen Votum kommen die Mitglieder des CDU-Arbeitskreises Arbeit, Wirtschaft und Verkehr im niedersächsischen Landtag nach einer ausführlichen Ortsbesichtigung im Landkreis Harburg.

Hintergrund der vom Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke (CDU) organisierten Tour ist das Gutachten „Hafenhinterlandanbindung - sinnvolle Koordination von Maßnahmen im Schienenverkehr zur Bewältigung des zu erwartenden Verkehrsaufkommens". Das hatte vergangenen Herbst bei den Anliegern von Heidebahn und OHE für erhebliche Unruhe gesorgt: In dem Papier werden die Strecken Buchholz-Soltau und Winsen-Soltau als Alternative vorgeschlagen, um die - mit Blick auf den boomenden Hamburger Hafen - mit Güterzugverkehr künftig stark belasteten Hauptstrecken der Bahn im Süden Hamburgs zu entlasten.

„Auf der OHE-Strecke ist Güterverkehr nicht möglich", fasst der Vorsitzende des Arbeitskreises, Ernst-August Hoppenbrock, seine Eindrücke zusammen. Gleiches gelte für die „Perle des Schienenpersonennahverkehrs in der Lüneburger Heide" - die Heidebahn. Die Linie werde zwar gerade „ertüchtigt", wie es im Bahnerdeutsch heißt. Die damit einher gehenden Verbesserungen - unter anderem werden die ungesicherten Bahnübergänge verschwinden - seien allerdings ausschließlich für den Personenverkehr gedacht.

Den von der Landtagsfraktion der Grünen im Wirtschaftsausschuss vorgelegten Antrag, wonach beide Strecken zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden sollen, wollte die CDU denn auch ablehnen. Für die Christdemokraten habe die Reise durch den Landkreis klar gemacht: „Wir brauchen das 3. Gleis nach Lüneburg und die Y-Trasse", betont Hoppenbrock. Güterverkehr, so die Bilanz der Christdemokraten, sei nur auf den großen Verkehrsachsen möglich: den Bundesautobahnen und den Hauptstrecken der Bahn.

Ernst-August Hoppenbrock: „Entwicklung dort, wo große Verkehrsachsen sind“
Ernst-August Hoppenbrock: „Entwicklung dort, wo große Verkehrsachsen sind“

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