Foto Gemeinde Garstedt - Blick auf das Auefeld
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Bauernrechnen 2024

Der Bericht und alle Statistiken zum Nachlesen
07.02.2024 / Admin

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Gemeinde und kamen am Samstagmittag ins Garstedter Feuerwehrhaus. Erstmals bestand zusätzlich die Möglichkeit, das traditionelle "Buernreken" online zu verfolgen, was aber nur wenige Teilnehmer nutzten.

Im Bericht aus der Gemeinde erläuterte Bürgermeisterin Christa Beyer die Dorfstatistik. Sorgen macht die demografische Entwicklung. Die Einwohnerzahl stagniert seit etlichen Jahren bei einem stetig steigenden Altersdurchschnitt. Bereits mehr als 35% der Bevölkerung sind älter als 60 Jahre. Während die Zahl der unter 18-jährigen stetig zurückgeht. Der leichte Anstieg der Einwohnerzahlen ist begründet durch den Bezug der Flüchtlingsunterkünfte in der Toppenstedter Straße und die vollständige Vermietung des Neubaus in der Bahnhofstraße 69. Dort ist im Dezember auch die Gemeindeverwaltung in ihr neues Büro eingezogen.

Die Gemeinde will durch Ausweisung neuer Baugebiete der demografischen Entwicklung entgegenwirken. So hat der Rat sich im vergangenen Jahr ausführlich mit dem Entwurf des Bebauungsplans Nr. 15 „Auefeld up’n Kuk“ befasst. Ein überarbeiteter Entwurf wird in der Ratssitzung am 22. Februar vorgestellt und beraten. Der Auslegungsbeschluss für die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden soll dann gefasst werden.

Wesentliches Projekt der Gemeinde war im Jahr 2023 die Erarbeitung des Dorfentwicklungsplans für die „Dorfregion Auetal“ gemeinsam mit den Gemeinden Wulfsen und Toppenstedt. Von Februar bis Juni fanden unter sehr guter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger diverse Workshops und eine Infoveranstaltung für private Fördermöglichkeiten statt. Erste geförderte Projekte in den drei Gemeinden sind bereits umgesetzt worden. Der Entwurf des Plans hat im November/Dezember öffentlich ausgelegen. Die eingegangenen Stellungnahmen sind zum Teil in den Plan eingearbeitet worden. Die Beschlussfassung über den DE-Plan erfolgt auch in der Ratssitzung am 22. Februar um 19:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus.

Am 28. Februar um 19:00 Uhr wird unter Beteiligung der drei Gemeinderäte, des Planungsbüros und Vertretern des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) die gemeinsame Abschlussveranstaltung im Gasthaus Große in Wulfsen stattfinden.

Ein weiteres wichtiges Thema für das Jahr 2024 wird die Diskussion über die Ausweisung von Flächen für den Bau von Windkraftanlagen sein. Der Landkreis Harburg ist verpflichtet, 3,16% der Fläche als Vorranggebiete für die Errichtung von WKA auszuweisen. In der Samtgemeinde Salzhausen liegt ein sehr hoher Anteil an potentiell geeigneten Flächen. Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause betonte, dass er bezüglich der Planungen in engem Kontakt mit der Kreisverwaltung steht. Es bedarf unbedingt einer Abwägung über die Verträglichkeit der geplanten Vorhaben. Eine öffentliche Informationsveranstaltung wird geplant.

Die Bürgermeisterin berichtete auch über die Entwicklungen bei der Planung der Breitbandversorgung. Eine gute Versorgung wird künftig immer mehr Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung und den Wert der Immobilien haben. Die Stadtwerke Winsen haben sich nach Gesprächen bereit erklärt, nach der Erschließung der Winsener Ortsteile Pattensen und Bahlburg auch die Gemeinden Wulfsen und Garstedt mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Sobald die Vermarktung beginnen kann, wird es öffentliche Informationsveranstaltungen geben. „Wenn wir diese Chance nicht ergreifen, werden wir keine mehr haben“ betonte die Bürgermeisterin. Weitere Informationen erfolgen über die Homepage und die neue Garstedter OrtsApp.

Die neue App erfreut sich schon gut vier Wochen nach Einführung zunehmender Beliebtheit. So gibt es bereits mehr als 400 regelmäßige Leserinnen und Leser und ca. 100 registrierte Nutzer. 

Einen Überblick über „Garstedts Finanzen“ gab die stellvertretende Kämmerin der Samtgemeinde, Patrice Jokubeit. Die Steuereinnahmen der Gemeinde Garstedt sind in 2023 (2,316 Mio €) bedingt durch Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer gegenüber 2022 (2,645 Mio €) gesunken. Die Kreditschulden der Gemeinde Garstedt belaufen sich zum 31.12.2023 auf rd. 642.700,- €, das sind rd. 431 €/Einwohner (2022 = 489 €/Einwohner).

Im Vergleich der Steuerkraft für 2024 mit den anderen Mitgliedsgemeinden steht die Gemeinde Garstedt nach der Gemeinde Salzhausen trotzdem weiterhin an zweiter Stelle. Sie trägt mit ihren 13 % (im Vorjahr 11,8 %) zusammen mit Salzhausen (43,5 %, Vorjahr 41,6 %) und Toppenstedt (11,8 %, Vorjahr 11,7 %) mittlerweile mehr als 2/3 der Steuerkraft der Samtgemeinde.

Aus den hohen Einnahmen der Gemeinde resultieren allerdings sehr hohe Umlagezahlungen an den Landkreis- und die Samtgemeinde. So hat die Gemeinde Garstedt in 2023 rd. 2,115 Mio € gezahlt (2022 = 2,278 Mio):

-          Gew.St. Umlage:   69.807,- € (75.893,- € in 2022)

-          Kreis Umlage:    959.804,- € (1.033.116,- € in 2022)

-          SG Umlage:    1.086.372,- € (1.169.361,- € in 2022)

Der Haushaltsplan 2024/2025 für die Gemeinde Garstedt wurde im Dezember 2023 vom Rat beschlossen. Das geplante Haushaltsvolumen für 2024 beträgt rd. 2,795 Mio €.

Da die allgemeine Haushaltslage nicht nur in der Gemeinde Garstedt, sondern auch in den anderen Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde in den nächsten zwei Jahren nicht so gut aussieht, hat die Gemeinde Garstedt für das Haushaltsjahr 2024 nur kleine Investitionen geplant (25.600 €). Die Gemeinde hat jedoch in all den Jahren vorher laufend in die Unterhaltung und Sanierung des Ortes und seiner Infrastruktur investiert, so dass sich ein kurzes „innehalten“ und „abwarten“ in den nächsten zwei Jahren nicht negativ auf den Ort auswirkt, erläuterte Patrice Jokubeit.

Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Krause ging in seinem Bericht auch auf die schwierige finanzielle Situation der Samtgemeinde ein. Der Schuldenstand liegt bei ca. 14 Mio. Euro.

Besonders schwierig entwickelt sich die Lage bei der Suche nach Fachkräften für die Kindertagesstätten. Er kritisierte, dass die Auflagen des Landes zu hoch seien und die finanzielle Beteiligung nicht der Realität und dem Bedarf entspricht. Verursacht durch den demografischen Wandel ist der Fachkräftemangel in der Pflege noch dramatischer spürbar.

Sein großer Dank ging an alle ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde und der Samtgemeinde. Insbesondere die Feuerwehren hätten im vergangenen Jahr viele anstrengende und zum Teil auch psychisch belastende Einsätze gehabt. 

Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger nutzten die Versammlung für Fragen an Gemeinde und Samtgemeinde.

Nach dem Kaffeetrinken folgten dann in gemütlicher Runde Spiel und Spaß beim Preisskat, Knobeln und Doppelkopf.

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